Schulbänke für die Vinuny Primary School

Heidi fragte Stefan: „was machst du in deiner Freizeit?“ Stefan ist Reiseleiter in Kenia und betreut vor Ort die Touristen. Ich fand Stefan von Anfang an sehr nett und traute mich deshalb, ihm diesedoch sehr persönliche Frage zu stellen.

10.01.2005

„In meiner Freizeit gehe ich Sport machen, gehe mit Freunden zum tanzen oder zum essen, und ab und zu fahre ich in das Heimatdorf eines kenianischen Freundes und bringe Schulsachen wie Stifte und Hefte dorthin.

Das Geld dafür habe er durch Trinkgelder von Gästen oder von zuhause aus Deutschland“. Es sei nicht viel, meinte Stefan, aber das wenige hilft schon den Kindern in dieser Busch Schule. Kann ich das nächste Mal auch damit hin fahren, fragte ich?

Und so machten wir uns an seinem freien Tag auf den Weg zur Vinuny Schule. Oh Gott dachte ich, das ist ja mitten im Busch…..die Straße, ewig lang und nur aus Sand. Es staubte hinter uns und ich hatte Durst.

Stefan hielt an einem kleinen Shop (Kiosk) und kaufte für uns Wasser und leckere Reisküchlein. Nach der Stärkung ging es uns allen besser und schon bald erreichten wir das Dorf und die Schule.

Schnell merkte ich, dass Stefan hier gut bekannt ist und auch ich fühlte mich bald wohl in dieser Umgebung. Die Lehrer begrüßten mich freundlich und die Kinder nahmen mich gleich mit zum Ball spielen. Ohne Scheu und Angst traten sie mir gegenüber und das war der eigentliche „Anfang“ von meiner Liebe zu Kenia.

Land und Leute kennen zu lernen war von Anfang an mein Wunsch gewesen und durch Stefan wurde es mir jetzt so leicht gemacht.

In einem Gespräch mit Mister Ali, stellten wir fest, dass einige Klassen keine Schulbänke hatten und die Kinder deshalb auf dem Boden sitzen mußten.

Das geht ja gar nicht , dachte Heidi gleich und wieder im Hotel angekommen sprach ich darüber mit Klaus ,meinem Mann, darüber.

Die Idee war geboren, Kindern in Kenia zu helfen. Wir wußten noch nicht so genau wie, aber aus eigener Tasche wollten wir mit Stefans Hilfe erstmal die nötigen Schulbänke dorthin bringen.
Am nächsten Tag, schauten wir uns bei einem Fundi in Ukunda Schulbänke an.

Mußten dann jedoch feststellen, dass die viel zu teuer waren. Natürlich meinte Stefan lachend, wir sind weiß und haben in deren Augen viel Geld. Aber mein neuer Freund hatte eine Idee. Er kenne eine weiße Frau, die eine private Mädchenschule hier leitet. Zu der fahren wir und fragen wie man an günstigere Bänke kommt.

Wir fuhren ein ganzes Stück raus aus Ukunda, Richtung Tanzania, um dann wieder rechts in den Busch zu fahren, Dieses mal jedoch lag die Schule in der Nähe der Hauptstraße und somit gut erreichbar. Frau Inge war gleich begeistert über unsere Idee und versprach uns zu helfen.

Wir sollten am anderen Tag wieder kommen und dann einen Fundi bei ihr treffen. Dieser Mann den wir dann wirklich am nächsten Tag antrafen, wollte gerne unsere Schulbänke herstellen, gegen einen uns fairen Preis.

Uns so ging es los, viel Zeit blieb nicht, denn wir wollten natürlich die Bänke noch während unserem Urlaub übergeben. Der Fundi kam gut voran und tatsächlich kurz vor Ende des Urlaubs war er fertig. Es wurde ein Pickup-Auto besorgt und mit den Bänken beladen. Dann ging es in Richtung Vinuny, quer durch den Busch….welch ein Abenteuer. Auf der normalen Straße trauten sich die Fahrer nicht zu fahren, denn sie befürchteten die vielen Bänke könnten gestohlen werden.

Wenn man weiß, dass Kenia zu den drei korruptesten Ländern der Welt gehört, kann man das verstehen.

Nach vielen Stunden, wir waren mit Stefan schon vor Ort, denn wir konnten ja die richtige Zufahrtstraße benutzen, sahen wir die Staubwolke des Pickup, endlich….!!!!

Die Eltern der Kinder , die Lehrer und Mister Ali waren da um zu helfen beim Abladen und natürlich die wichtigsten Personen „DIE KINDER“. War das eine Freude und ein Hallo.

Gleich wurden die Bänke zurechtgerückt und ausprobiert und die Kinder haben vor Dankbarkeit und Freude gesungen.

Erst spät am Abend kamen wir zum Hotel zurück und konnten lange nicht einschlafen. Wie wird es wohl weitergehen?

Werden wir weitere Helfer und Interessierte für unsere Pläne „Kindern in Kenia zu helfen“ in Deutschland finden?

Asante sana
Eure Heidi Rehrmann

>> Bilder zum vorgenannten Reisebereicht

 
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